Craniosacral-Therapie

Der Mediziner Dr. A. T. Still (1828–1917) suchte nach einer ganzheitlichen Behandlung für seine Patienten und begründete die Lehre der Osteopathie (Knochenheilkunde).

Der Osteopath Dr. William Garner Sutherland (1873–1954) vertiefte die Erkenntnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts und entwickelte es zur Cranialen Osteopathie.

Der Name Craniosacral-Therapie wurde erstmals in den 70er Jahren vom amerikanischen Forscher und Osteopathen Dr. John E. Upledger als eigenständige Therapieform geprägt.

Eine sanfte und doch zugleich tiefgehende Körperarbeit, die Menschen in ihrer Ganzheit berührt und erreicht. Der craniosacrale Puls wird durch feinste Berührung beeinflusst. Eine tiefgehende Entspannung entsteht. Die Selbstheilungskräfte des Menschen werden aktiviert, er regeneriert und erlangt wieder sein körperliches und seelisches Gleichgewicht.

Der Liquor (Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit) hat die Aufgabe, das zentrale Nervensystem zu ernähren und das Gehirn vor Erschütterungen zu schützen. Durch Produktion und Absorption des Liquors entsteht der craniosacrale Rhythmus. Besonders wichtig dabei ist die «primäre Atmung», eine Bewegung, (pulsieren) vergleichbar mit «Ebbe und Flut». Es bewegt die einzelnen, mit Bindegewebe verbundenen Knochen vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Durch seine Verbindung zum Nerven-, Muskel-, Skelett-, Gefäss-, Lymph-, Atmungs- und Hormonsystem, wird die Bewegung des Liquors beeinflusst und wirkt gleichzeitig wieder auf die anderen Systeme ein. Somit wirkt er auch auf alle wichtigen psycho-physiologischen Vorgänge im Körper.

Die craniale Arbeit ermöglicht so den Zugang zu tiefen Erinnerungen, Gefühlen und Verletzungen. Während der Behandlung können sich körperliche und seelische Krankheitsmuster auflösen.

Craniosacral-Therapie kann sowohl als Einzelbehandlung, als auch begleitend oder unterstützend zu ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung helfen.


Für folgende Problembereiche hat sich die Craniosacral-Balancing-Therapie bewährt:

 

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Rücken- und Nackenschmerzen
  • Schleudertrauma
  • Ohren- und Kiefergelenkbeschwerden
  • Stress, Nervosität, Schlafprobleme
  • Allgemeine Müdigkeit und Erschöpfung (Burnout)
  • Körperliche und seelische Traumata
  • Lernschwierigkeiten
  • Hyperaktivität
  • Geburtstraumata

 

Behandlungsart: meist liegend, in bequemer Kleidung.